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Blog Detail - Markus Schwarzgruber
Management by Objectives: Drucker lag falsch?
Publiziert am 30.10.2009 von Markus Schwarzgruber
Ich habe eben bei manager-magazin diesen interessanten Artikel gefunden: http://www.manager-magazin.de/harvard/0,2828,615605,00.html
Interessant deshalb, weil er an einer Grundsäule der bisherigen Führungstheorie rüttelt. Peter Drucker hatte das Konzept des "Management by objectives" Führen durch Ziele 1954 als ein Grundprinzip erfolgreicher und motivierender Führung beschrieben. 45 Jahre später und intensivem Praxiseinsatz scheint dieses Prinzip widerlegt.
Der Versuch der Unternehmen, durch formalisierte Zielsysteme und Koppelung der Vergütung der Mitarbeiter an dieses Zielsystem konnte die positiven Effekte, die eigentlich erwartet wurden, nicht bringen.
Laut Christian Stein sind es 4 Irrtümer, die dazu führen:
Irrtum 1: Zielmanagement kostet wenig und bringt viel
Irrtum 2: Individuelle Ziele tragen zum Unternehmensziel bei
Irrtum 3: Vergütung individueller Ziele fördert Visionen
Irrtum 4: Zielsysteme können maßgeschneidert werden
Sein Fazit: Vergesst die teuren Zielsysteme und verwendet diese Mittel sinnvoller.
Zunächst war ich erschüttert, doch langsam dämmert es mir. Management by objectives ist nicht widerlegt. Es geht um die Art der Umsetzung. Jede Führungskraft sollte ihre Mitarbeiter über Ziele führen und Freiraum zur persönlichen Gestaltung der Spielräume geben.
Laut Christian Stein ist allerdings der Versuch aus Management by objectives ein formales, unternehmensweit geltendes Zielsystem zu etablieren ohne positive Wirkungen. Würde ich nicht hundertprozentig unterschreiben, aber es zeigt, wie sorgsam mit diesem Werkzeug umgegangen werden sollte, wenn es funktionieren soll. Ein Augenmerk sollte sich dabei auf unseren urmenschlichen Drang zur Überregulierung richten. Es ist aus meiner Sicht sinnvoller ein einfaches Zielsystem zu etablieren. Damit kämen einige der oben aufgeführten Irrtümer nicht zum Tragen.

