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Publiziert am 14.02.2007 von
Susanne Dranaz
Neue Wege im Recruiting
München-Neuperlach, ein modernes Bürogebäude. Großzügige Höfe, plätschernde Bäche, an den Wänden viel Farbe. In einem der Räume der Konferenzzone berichtet Student Steffen Wielich (1) vor einem fiktiven Publikum von Agraringenieuren (und einer Kamera) über seine Diplomarbeit. Anschließend wird Steffens Auftritt analysiert: Gemeinsam mit den übrigen Kursteilnehmern - allesamt Studenten der Informatik - und der Trainerin sieht er sich die Aufnahmen noch einmal an. Danach gibt es Feedback: "Das Beispiel mit dem Mähdrescher war sehr treffend. Nimm beim nächsten Mal die Hände aus den Hosentaschen, und versuche, hin und wieder zu lächeln..."
Steffen und seine Kommilitonen nehmen an einem Softskill-Seminar für Studierende teil. Einen Tag lang trainieren sie mit einer Stöger-&-Partner-Trainerin "Überzeugend auftreten - sicher präsentieren". Sie arbeiten an Körpersprache und Stimme, lernen Vorträge im Team effizient vorzubereiten und ihre Botschaften zielgruppengerecht aufzubereiten. Die Kosten der Veranstaltung werden zu 100 % vom Hausherrn, dem Software- und Beratungshaus sd&m übernommen. sd&m möchte Studenten und Absolventen auf sich aufmerksam machen und sich als attraktiver Arbeitgeber auf dem Bewerbermarkt behaupten. Eine Strategie, die aufgeht?
Die Schlacht um die Talente von morgen
Unternehmen wie sd&m, die qualitativ hochwertige Dienstleistungen anbieten, haben sehr hohe Ansprüche an ihre Mitarbeiter. Wenn sie sich die Talente von morgen sichern wollen, sind sie gut beraten, nach neuen Wegen zu suchen, um sich und ihre Unternehmenskultur entsprechend darzustellen. Top-Performer können sich selbst in schlechten Zeiten die Jobs aussuchen. Und die Zeiten sind alles andere als schlecht! Dabei sind Gehalt und Karrierechancen längst nicht mehr die wichtigsten Kriterien bei der Suche nach dem idealen Arbeitgeber. Fragen der Unternehmenskultur, der Work-Life-Balance und der Familienfreundlichkeit spielen eine immer wichtigere Rolle. Die Unternehmen stellen sich darauf ein und entdecken die eigene Unternehmenskultur als USP auf dem Bewerbermarkt.
Doch wie vermittelt man Unternehmenskultur glaubhaft? Bei sd&m hat sich herausgestellt: Einer der wichtigsten Wege, auf denen neue Mitarbeiter zum Unternehmen finden, ist die direkte Empfehlung durch Kollegen: Sie kennen Arbeitsweise und Werte des Hauses und können einschätzen, wer ins Team passen könnte. Entscheidend ist der persönliche Kontakt. Aus diesem Grund öffnet sd&m seine Räume zu Infotagen für Studierende und Erfahrene oder lädt Universitäten zu Exkursionen ein. Um dieses Prinzip noch weiter auszubauen, wurden kürzlich die professionell geleiteten Softskill-Trainings als neues Pilotprojekt gestartet.
Trainings-Pause in München-Neuperlach. Steffen steht in der geräumigen Kaffeeküche und unterhält sich mit Marek, einem sd&m-Werkstudenten, ebenfalls Seminarteilnehmer. An den übrigen runden Stehtischen tauschen Mitarbeiter Projekt-Infos aus, Software-Architektur-Konzepte werden hitzig diskutiert, Fotos vom letzten Urlaub machen die Runde.
Das Softskill-Training für Studenten ermöglicht den Teilnehmern einen Einblick in die Arbeitsrealität der Software- und Beratungsbranche, und ganz nebenbei machen sie sich ein Bild vom Unternehmen. In einem praxisnahen Seminardesign erwerben sie Fähigkeiten, die für Studienabschluss und Jobsuche ebenso hilfreich sind wie für den späteren Arbeitsalltag. Software-Ingenieure brauchen hoch entwickelte Softskills, davon ist man bei sd&m überzeugt, und bildet deshalb auch die Mitarbeiter des Unternehmens entsprechend aus.
Training oder Assessment?
Studierende, die dies erkennen und sich hier gern weiterentwickeln wollen, sind dem Unternehmen willkommen. Sie werden im Training mit einer Arbeitsweise konfrontiert, die nur wenige bereits aus der Universität kennen: Viel Gruppenarbeit, wenig frontaler Vortrag, fortgesetzte Darstellung der eigenen Persönlichkeit, Feedback geben und nehmen. Anfängliche Scheu ist bei den Teilnehmern keine Seltenheit. Wichtig ist den Veranstaltern deshalb, eine möglichst offene, geschützte Lern-Atmosphäre zu schaffen. Gleich nach der Begrüßung verlassen die Mitarbeiter der Personalabteilung den Raum, strikte Vertraulichkeit wird vereinbart:"Wir machen hier Training, nicht Assessment" - es geht nicht um Bewertung, sondern um Förderung: einen echten Mehrwert für die Teilnehmer.
Das Konzept scheint für alle Beteiligten aufzugehen: am Ende des langen Trainingstages haben alle Teilnehmer das Gefühl, in Sachen Softskills einen Schritt vorangekommen zu sein. Und werden ihren Kommilitonen darüber sicherlich berichten.
Dem Unternehmen ist es damit gelungen, sich als attraktiver Arbeitgeber darzustellen. Die ersten Bewerbungen von Trainingsteilnehmern sind bereits eingegangen.
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